Was dann passierte...

Eigentlich ging es primär bei meinem Auftrag garnicht um diese Maschine. Die Firma generierte kaum noch Gewinne. Ich sah gestresste Führungskräfte, die von einem Krisenmeeting zum nächsten eilten. Lieferrückstände und Qualitätsprobleme waren an der Tagesordnung. Wie so oft, wurde der Auslöser für all diese Probleme nicht gesehen. Ich hatte immer wieder die Erfahrung gemacht, dass die wahren Gründe im Shopfloor zu finden sind. Deshalb startete ich auch hier meine Beobachtungen. In diesem Fall wollte ich herausfinden, warum eine Maschine die vom Hersteller angegebene Maximalgeschwindigkeit bei weitem nicht erreichte und vermeintlich schon am Limit lief. Dadurch war sie schon seit einigen Jahren zum Engpass geworden. Kaum zu glauben, aber sie sollte doppelt so viel leisten können.
Was die Runde im Steuerkreis nicht wusste: Ich hatte mich nicht auf theoretische Kennzahlen verlassen. Ich stand vorher lange an der Maschine. Ich hatte mit den Maschinenführern das Gespräch gesucht und sie erklärten mir die auftretenden Phänomene. Sie demonstrierten mir, was bei höherer Maschinengeschwindigkeit passierte. Ich spürte selbst die feinen Vibrationen. So etwas kannte ich aus meiner Vergangenheit und daher hatte ich schnell den begründeten Verdacht, dass ein defektes Hauptlager die Ursache dafür war, dass die Parameter bei höherer Geschwindigkeit abwichen.

Drei Monate später war das Lager getauscht, die Prozesse angepasst – und die Verdopplung des Outputs erreicht.
Das sorgte sofort für große Entspannung im Führungskreis.

Warum erzähle ich Ihnen das? Weil man solche Ursachen nicht in PowerPoint-Schilderungen findet. Man findet sie nur, wenn man die Sprache der Maschine spricht und selbst jahrelang an der Werkbank gestanden hat. Genau dieses Prinzip – das Hinsehen, Zuhören und Verstehen auf dem Shopfloor – ist das Fundament meiner Arbeit als Berater für TPM und Lean Management…

 

> 100

Kundenbezogene TPM-Projekte

> 200

Erfolg­reich abge­schlos­sene Rüst­zeit­projekte

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TPM-Aus­zeich­nungen